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Murphy`s Gesetze im täglichen Leben

Die universelle Konstante im Rettungsdienst

Siehe auch www.rippenspreizer.de

 

Ja, manchmal beschleicht uns diese seltsame Gewissheit - es gibt Gesetzmässigkeiten im Rettungsdienst, die sich immer und immer wiederholen! Je schwerer der Patient, desto höher wohnt er. Je höher er wohnt, desto unwegsamer ist das Treppenhaus. Wir kennen das und endlich (!) hat sich jemand die Mühe gemacht, all diese Dogmen des rettungsdienstlichen Alltags niederzuschreiben...

 


Jeder Notfalleinsatz wartet, bis Du angefangen hast zu essen, egal zu welcher Zeit.

  • FOLGERUNG 1: Weniger Unfälle würden passieren, wenn das RD-Personal niemals essen würde.
  • FOLGERUNG 2: Essen immer "zum Mitnehmen" bestellen.

1. Es gibt absolut keinen Zusammenhang zwischen geplantem und tatsächlichem Schichtende.
2. Bei folgender Gleichung: T+1=Zeitpunkt der Ablösung, ist T der Zeitpunkt des letzen Einsatzes.

Beispiel: Schichtende: 19.00 Uhr => letzter Einsatz 18:59 Uhr.
Oder: Wenn die Ablösung früher kommt, begegnet man dem Kollegen an der nächsten Kreuzung.

Jeder Ausrüstungsgegenstand fällt grundsätzlich an die Stelle, an der man ihn am schlechtesten wiederbekommt.

Die Entfernung des Einsatzortes von der Wache wächst im selben Verhältnis, wie die Zeit bis zur Ablösung kürzer wird.
FOLGERUNG:
Die kürzeste Strecke von der Wache zum Einsatz ist noch in der Planung.

Notfalleinsätze laufen zufällig alle zur selben Zeit auf.

Jeder Patient, der erbrochen hat und intubiert werden muß, hat gerade

  • ein ausgedehntes Essen hinter sich,

  • mit großen Mengen an Zwiebeln
  • Knoblauch
  • saurem Hering
    welches er mit mindestens drei Dosen Bier nachgespült hat.

Nimm immer an, daß das Fahrdienstpersonal aus Idioten besteht, bis Dich ihre Handlungen in Deiner Annahme bestätigen.

Nimm immer an, daß das Leitstellenpersonal aus Idioten besteht, bis Dich ihre Handlungen in Deiner Annahme bestätigen.

Wenn Du nach Mitternacht zu einem Verkehrsunfall gerufen wirst und keinen Betrunkenen an der Einsatzstelle findest, suche weiter: Ein Beteiligter fehlt noch.


Jeder Betrunkene, dem die Wahl gelassen wird, entweder mit der Polizei auf das Revier oder vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht zu werden, wird grundsätzlich schneller im RTW sein, als Du selbst.
FOLGERUNG:
Jeder Betrunkene, der sich für die Polizei entscheidet, war höchstwahrscheinlich in der letzten Zeit bei mir im Fahrzeug.

Jeder lebensrettende Ausrüstungsgegenstand wird niemals defekt sein bis:

  • man ihn dringend braucht
  • der Verkäufer wieder weg ist


Es spielt keine Rolle, wie schnell man mit dem RTW zum Einsatz fährt, es ist immer zu langsam, außer man überholt einen Streifenwagen, dann ist es garantiert zu schnell.
Ausnahme:
Du fährst zu einem Einsatz, bei dem ein Polizist verletzt wurde, dann ist es unmöglich, schnell genug zu fahren.

Toiletten-Gesetze:

Wenn ein Einsatz zwischen 5.00 Uhr und 7.00 Uhr morgens reinkommt, ist der Einsatzort immer in einem Badezimmer.
Wenn Du gerade auf der Toilette warst, kommt bestimmt kein Einsatz.
Wenn Du noch nicht auf der Toilette warst, wirst Du es sehr bald bedauern.
Die Wahrscheinlichkeit, einen Einsatz zu bekommen, wächst proportional zu der vergangenen Zeit, seit Du zum letzten Mal auf der Toilette warst.

Gesetze der Navigation:

Die Existenz oder Nicht-Existenz egal welcher Adresse ist nur von untergeordneter Bedeutung für den Disponenten.
Wenn ein Straßenname falsch verstanden werden kann, wird ihn der Disponent falsch verstehen.
Wenn ein Straßenname nicht falsch verstanden werden kann, wird ihn der Disponent trotzdem falsch verstehen.
Der Disponent wird eine Örtlichkeit immer möglichst umständlich beschreiben: z.B. häßliches braunes Maisfeld, auf dem jetzt ein Einkaufszentrum steht.

Bei jedem Unfall ist die Schwere der Verletzung umgekehrt proportional zu der Menge und Lautstärke der Schmerzschreie des Patienten.

Es gilt folgende Gleichung: X - Y = Qualität der medizinischen Hilfe, wobei "x" die Hilfe des Rettungsdienstpersonals ist und Y die Unterstützung, die man vom Einsatzleiter bekommt. Wenn man Y aus der Gleichung entfernt, steigert sich das Ergebnis.

  • FOLGERUNG 1: Generell haben Einsatzleiter nichts an Einsatzstellen zu suchen.</IL>
  • FOLGERUNG 2: Der Grad der medizinischen Kompetenz ist umgekehrt proportional zum Grad des Einsatzmanagements.</IL>

Die einfachsten Dienstanweisungen werden stets in absolut irreführender und komplizierter Weise geschrieben.

  • FOLGERUNG 1: Wenn Du die Anweisung nicht verstehst, geht es um eine Selbstverständlichkeit.
  • FOLGERUNG 2: Wenn Du meinst, die Anweisung zu verstehen, irrst Du dich.

Diejenigen, die nichts können, unterrichten.

Diejenigen, die nichts können und auch nicht unterrichten, leiten Einsätze.

Je ernster die Verletzung eines Patienten, desto weniger Licht steht zur Verfügung.

Je mehr Platz benötigt wird, um adequat am Patienten zu arbeiten, desto weniger Raum steht zur Verfügung.

Die Anzahl unkooperativer und störender Angehöriger steigt exponentiell mit der Schwere der Verletzung oder Erkrankung des Patienten.


Das Gewicht des zu transportierenden Patienten wächst im Quadrat zur Anzahl der Stockwerke, die der Patient heruntergetragen werden muß.

  • FOLGERUNG 1: Sehr schwere Patienten tendieren dazu, möglichst hoch über dem Meeresspiegel zu leben.
  • FOLGERUNG 2: Wenn der Patient schwer ist, ist der Aufzug außer Betrieb und die Lichter im Treppenhaus kaputt.

Wenn ein Patient mit einer Trage abtransportiert werden muss, geschieht das meist aus dem hintersten Kämmerchen einer engen Wohnung mit steilem Treppenhaus und Bäumen vor allen Fenstern, dass die Feuerwehr sicher nicht dazu kommt.

1. Eine lebensbedrohliche Situation wird unmittelbar eintreten, nachdem man vom Haus eines Patienten wegfährt, der einen gerade herausgeworfen hat.

2. Die Ernsthaftigkeit der Situation wächst, je näher die Gerichtsverhandlung aufgrund dieser Situation kommt.

Jeder Passant, der Dir Hilfe anbietet, wird Dir keine geben.
Du mußt immer annehmen, daß ein zufällig an der Einsatzstelle befindlicher Arzt Gynäkologe ist, bis das Gegenteil bewiesen ist.
Drehe niemals einem Proktologen den Rücken zu.


Jedes Einsatzfahrzeug, ob auf dem Weg zum Einsatz oder auf dem Weg ins Krankenhaus, wird, wenn es mit Sondersignal fährt, von allen anderen Autofahrern, Fußgängern oder Straßenkötern entlang der Stecke ignoriert.
FOLGERUNG:
Sondersignal verursacht vorübergehend akute und völlige Taub- und Blindheit.

Eine unendliche Anzahl fragestellender Schüler paßt in den Patientenraum eines RTW und wird, bei entsprechender Gelegenheit, auch unweigerlich einsteigen.

  • FOLGERUNG 1: Kein Notfalleinsatz wird kommen, bis alle Kinder im Wagen sind und mit der Ausrüstung spielen.
  • FOLGERUNG 2: Es wird unter Garantie viermal so lange dauern, die Kinder wieder aus dem RTW zu bekommen, wie hinein.
  • FOLGERUNG 3: Ein wichtiger Ausrüstungsgegenstand wird fehlen.


Anfänger-Gesetze:

Der wahre Wert von Rettungsdienstanfängern wird, in Zahlen ausgedrückt, immer ein negativer sein.
Die Höhe dieser Zahl kann einfach bestimmt werden, indem man seine Fähigkeiten auf einer Skala von 1-10 feststellt.

  • Für die medizinischen Fähigkeiten: 1 = diplomiertes Gesundheitsrisiko (10 = Universitätsprofessor)
  • Für die fahrerischen Fähigkeiten: 1 = Verkehrshindernis (10 = Michael Schuhmacher)


Den wahren Wert von Anfängern findet man durch einfaches negieren der Selbsteinschätzung des Anfängers.
FOLGERUNG: Behandle jeden Anfänger, der Dir zugeteilt wird, wie einen Passanten. (Siehe: Gesetz der Passanten oben)

Sobald eine Rettungsdienstregel absolut anerkannt ist, wird augenblicklich eine Ausnahme von der Regel auftreten.